PELLETHEIZUNG

Die Bundesregierung bietet hochattraktive Förderungen für das Heizen mit Holzpellets. Anlagenmodernisierungen werden derzeit bis zu 35 Prozent der Brutto-Investitionskosten finanziell bezuschusst. Besonders belohnt werden Verbraucher mit 45 Prozent Zuschuss der kompletten Brutto-Investitionssumme, die Ihre alte Ölheizung gegen eine moderne Pelletheizung (Biomasseanlage) tauschen. Auch Bauherren können sich im Neubau über 35 Prozent Zuschuss freuen, wenn sie eine Pellet-Brennwertheizung einbauen.

Förderfähige Kosten

Neben den Anschaffungskosten der Pelletheizung sind auch folgende Ausgaben förderfähig: Die Installation und Inbetriebnahme, die notwendigen Umfeldmaßnahmen (z.B. der Ausbau und die Entsorgung des alten Öltanks), die Optimierung des Wärmeverteilsystems durch den Einbau von Flächenheizkörpern, Verrohrung oder Installation eines Speichers.

Die zur Förderung anrechnungsfähigen Kosten sind auf 50.000 € pro Wohneinheit, bei Nichtwohngebäuden auf 3,5 Mio. begrenzt. Keine Förderung gibt es für 30 Jahre alte Öl- und Gasheizungen, die der bestehenden Austauschpflicht nach § 10 der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) unterliegen.

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Wie bekomme ich die Förderung?

Details + Fördervoraussetzungen:
  1. Antrag stellen
    Der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) online gestellt werden: www.bafa.de (>> Energie >>Heizen mit Erneuerbaren Energien)
  2. Bei der Antragstellung muss die Höhe der voraussichtlichen förderfähigen Kosten angegeben werden. Diese sollten großzügig aufgerundet werden.
  3. Direkt nach der Eingangsbestätigung können Sie mit der Maßnahme beginnen. Nach der Inbetriebnahme, spätestens jedoch 6 Monate nach Ende des Bewilligungszeitraums, sind mit dem Verwendungsnachweis die Abschlussrechnung des Heizungsbauers, Fachunternehmererklärung, Schornsteinfegerbescheinigung und der Nachweis des hydraulischen Abgleichs einzureichen.

ÖLHEIZUNG

Bundesweit gibt es nach Angaben der Schornsteinfeger rund 5,4 Millionen Ölheizungen. Viele der Heizanlagen werden auch nach 2026 noch im Betrieb bleiben, denn das Verbot gilt lediglich für Neuinstallationen ohne Kombination mit erneuerbaren Energien, nicht jedoch für bestehende Ölheizungen.

Im Neubau und Bestand sollen zudem weiterhin Hybridlösungen erlaubt sein. Etwa moderne Öl-Brennwertkessel, die zusätzlich erneuerbaren Energien wie Solarthermie für Trinkwarmwasser oder zur Heizungsunterstützung oder warmwasserführende Pelletofen einbinden.

Wie hoch der Anteil erneuerbarer Energien sein muss, damit ein solches Heizsystem als hybride Lösung anerkannt wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Klarheit wird erst der endgültige Gesetzestext zum Gebäudeenergiegesetz bringen, über den im Jahr 2020 entschieden wird.

Bei Geräten älter 30 Jahre gilt schon seit längerem eine generelle Austauschpflicht (bestehenden Austauschpflicht nach § 10 der Energieeinsparungsverordnung (EnEV)), so dass diese von der BAFA Förderung ausgenommen sind.

Doch auch, wenn ein ölbetriebener Heizkessel erst nach 2026 getauscht wird, muss er nicht zwingend durch eine andere Heiztechnologie ersetzt werden: So sollen von dem Verbot etwa Gebäude ausgenommen werden, in denen keine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist. Das ist dann der Fall, wenn es keinen Gas- oder Fernwärmenetzanschluss vor Ort gibt, oder eine anteilige Deckung des Wärme- und Kältebedarfs durch erneuerbare Energien technisch nicht möglich ist oder zu einer ungerechtfertigten Härte führen würde.

 

Wie fördert der Staat den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme?

Bafa-Förderung: Damit möglichst viele Hausbesitzer schon vor 2026 auf alternative Heiztechnologien umrüsten, beteiligt sich der Staat seit Anfang 2020 mit bis zu 45 Prozent an den Kosten für ein klimafreundlicheres Heizsystem. Mehr dazu lesen Sie auf der linken Seite unter PELLETHEIZUNG.